Fünf Katzen und ein Hund vermittelt

In den vergangenen zwei Wochen haben wieder fünf unserer Tiere ein neues Zuhause gefunden: Mischlingshündin Dori durfte zu einem aktiven Paar mit viel Hundeerfahrung ziehen, das sie sehr schnell ins Herz geschlossen hatte.

Tigerkatze Grisu hat ebenfalls ein liebevolles neues Platzerl gefunden und heißt jetzt Minka. Und auch unsere Minka, die süße Schildpattkatze, durfte am vergangenen Freitag ausziehen. Im neuen Zuhause wurde sie bereits sehnsüchtig erwartet.

Norbert, Bernd und Bertl wurden im Dreierpack vermitteln. Wir freuen uns riesig für die drei Jungs, dass sie gemeinsam in ein neues Leben starten dürfen.

Wir wünschen allen unseren frisch vermittelten Tieren und ihren neuen Familien alles Gute zusammen und freuen uns jederzeit über Nachrichten und Bilder aus dem neuen Zuhause.

Noch zwei Welpen-Einsätze im Mai

Am Pfinstsonntag wurden wir vormittags zum Autobahn-Grenzübergang Walserberg gerufen. Zwei schwarze Labrador-Welpen ohne gültige Impfungen waren beschlagnahmt worden. Die beiden waren trotz der Hitze zum Glück noch recht munter, hatten aber großen Durst. Wir haben sie bei uns im Tierheim erstversorgt und konnten sie zum Glück noch am selben Tag an ein anderes bayerisches Tierheim mit Quarantänestation übergeben.

In den frühen Morgenstunden des 26. Mai erreichte uns erneut ein Anruf auf unserem Notfalltelefon, dass an der Grenze wieder Welpen beschlagnahmt worden waren. Dieses Mal handelte es sich um sieben Malteser aus Rumänien. Die kleinen Hunde durften sich bei uns im Tierheim stärken und die Pfoten vertreten, ehe auch sie zu einer Quarantänestation weiterreisten. Wir hoffen, dass alle die Strapazen der langen Reise gut überstehen.

Danke für den gespendeten Rasenmäher!

Herzlichen Dank an Familie Zander, die uns einen gebrauchten Benzin-Rasenmäher für unser Tierheim gespendet haben. Das Gerät ist top in Schuss und eine große Erleichterung – kein Vergleich zu unserem „Alten“, der in letzter Zeit immer wieder Probleme machte und jetzt entsorgt werden kann.

Denken Sie bitte an uns, wenn Sie gut erhaltene, gebrauchte Haushaltsgeräte abzugeben haben. Aktuell sind wir noch auf der Suche nach einer Waschmaschine und einem Wäschetrockner. Bitte melden Sie sich telefonisch im Tierheim, wenn Sie ein Gerät spenden möchten. Im Namen unserer Tiere bedanken wir uns im Voraus.

Katzenbabys ausgesetzt!

Vor dem Stadion in Nonn entdeckte ein Hundebesitzer heute zwei ausgesetzte Katzenbabys. Sein Hund hatte den Karton erschnüffelt, in den man die beiden süßen, ca. 4-5 Wochen alten Kätzchen gepackt hatte. Ein schwarzes Katerchen und ein getigertes Katzenmädchen. Sie wurden einfach entsorgt. Und dabei bräuchten sie so dringend noch ihre Mama!

Warum tun Menschen kleinen, wehrlosen Tieren so etwas an?

Bitte setzen Sie keine Tiere aus! Wenn Ihre Katze ungewollt Nachwuchs bekommt, kontaktieren Sie uns. Wir nehmen uns der Kleinen gerne an.

Zwei Welpen-Einsätze in einer Woche

In den letzten Tagen kümmerten wir uns wieder einmal um die Versorgung beschlagnahmter Welpen. Am 2. Mai wurden vier ca. 6-8 Wochen alte Malteser-Mix-Welpen aus Slowenien an der Grenze beschlagnahmt. Die für eine so strapaziöse Reise viel zu kleinen Hunde reisten auf einer schmutzigen Decke in einer Plastikwanne, die im Fußraum des Beifahrersitzes eines Kleintransporters stand. Von ihrer Mama keine Spur. Glücklicherweise war ihr Gesundheitszustand halbwegs stabil. Wir ließen die Welpen tierärztlich untersuchen und konnten sie glücklicherweise noch am selben Tag in einem Tierheim mit Quarantänestation unterbringen.

Am 8. Mai holten wir American-Staffordshire-Mädel „Kitty“ und einen namenlosen Mischlingswelpen am Grenzposten ab. Die beiden kamen aus Ungarn und hatten keine gültigen Impfungen; vom Mischling gab es überhaupt keine Papiere. Die armen Hundis hatten riesigen Durst – vermutlich waren sie stundenlang ohne Wasser im Auto gesessen. Bei uns tranken sie erst einmal drei Wasserschüsseln leer und bekamen natürlich auch etwas zu fressen, bevor sie am nächsten Morgen in ein anderes Tierheim abgeholt und dort unter Quarantäne gestellt wurden.

Wir sind immer wieder fassungslos, wie viel Leid so kleine Hunde aus reiner Profitgier ertragen müssen. Bitte kaufen Sie keine Welpen unbekannter Herkunft!

Von Hornissen und anderen Ungeheuern

Die Kindergruppe „Adleraugen“ erhielt bei ihrem letzten Treffen am 5. Mai im Tierheim Bad Reichenhall Besuch von Jochen Goldmann, einem besonderen Kenner der Insektenwelt und seit Jahren Mitglied im Vorstand der LBV Kreisgruppe Berchtesgadener Land.

Auf großes Interesse stieß sein abwechslungsreicher Vortrag, in den er das Wissen der Kinder immer wieder einband. Da im Moment die Hornissen-Königinnen auf der Suche nach neuen Nistplätzen sind, brachte Herr Goldmann zum Veranschaulichen ein altes Hornissennest mit und die Kinder bewunderten das feine, sehr leichte Kunstwerk. Mit vielen Informationen versuchte der Referent den Kindern die Angst vor dieser Insektenart zu nehmen.

In diesem Zusammenhang kam die Sprache auch auf den großen zahlenmäßigen Verlust bei allen Insekten im Laufe der letzten 15 Jahre. Bis zu 80 Prozent aller fliegenden Insekten in Deutschland sind in diesem Zeitraum verschwunden. „Insektenvertilgungsmittel töten nicht nur Schädlinge, die Blätter, Wurzeln und die Ernte fressen, sondern auch andere Arten, die für die Bestäubung und die Schädlingsbekämpfung sehr wichtig sind“ erklärte Goldmann.

Am Beispiel einer guten Brotzeit wurde deutlich gemacht, was wir ohne die Insekten noch auf den Tisch hätten – eine trockene Semmel und ein Glas Wasser!

Eine tote Hummel wurde von den Kindern in der Becherlupe betrachtet und sie staunten, dass zur Gattung der Wildbienen – zu denen auch die Hummel gehört – über 500 verschiedene Arten gehören.

Interessiert sahen sich die Kinder Fotos verschiedener Insekten auf dem mitgebrachten Laptop an und lernten am Beispiel der Tigerspinne die Unterschiede zwischen Spinnen und Insekten kennen.

Es folgten Hinweise zur Sicherheit der Kinder. Der Zeckenschutz, die ruhige und nicht hektische Verscheuchung von z.B. Wespen und die besondere Achtsamkeit beim Trinken von süßen Getränken im Freien wurden eindringlich angesprochen.

Zum Abschluss sammelten Herr Goldmann und die Kinder zusammen Möglichkeiten, wie den Insekten im eigenen Garten geholfen werden könnte. Viele Vorschläge wurden gefunden: Insektenhotels aufhängen, auf Gift verzichten, blühende Pflanzen aussäen, Rasen nicht so oft mähen und eine Ecke im Garten lassen, wo alles wachsen kann, was will.

Nach diesem interessanten Vormittag bedankten sich die Kinder, die voller Begeisterung dabei waren, und die Leiterinnen der Kindergruppe herzlich bei Herrn Goldmann für seine kompetente und kurzweilige Vermittlung von Wissen über die faszinierende Welt der Insekten. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine sehr gute Broschüre des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt über „Tiere und Pflanzen unserer Heimat“.