Infostand zum Thema Katzenkastration

Anlässlich des vergangene Woche stattgefundenen Weltkatzentages waren wir gestern mit einem Infostand in der Bad Reichenhaller Innenstadt vertreten. Wir informierten interessierte Passanten über die derzeitige „Kittenschwemme“ – wir haben aktuell weit über 20 kleine, zum Teil schwerstkranke Katzen in unserer Obhut. Ein Elend, für das sowohl unkastrierte freilebende Streuner als auch unkastrierte Freigängerkatzen verantwortlich sind. Trotz des nasskalten Wetters konnten wir interessante Gespräche mit Passanten führen, einige Unterschriften für die Einführung einer Kastrationspflicht in Bayern sammeln und ein bisschen Werbung für unsere immer noch laufende Kastrationsaktion machen.

Zum Weltkatzentag am 8. August

Anlässlich des Weltkatzentages am 8. August weisen Tierschutzorganisationen der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein in einer gemeinsamen Aktion auf die dringend notwendige Einführung einer Kastrationspflicht für Freigängerkatzen hin. Auch die Bundestierärztekammer unterstützt diese Forderung.

Tierheime und Tierschutzorganisationen kämpfen jedes Jahr mit den Folgen der Katzenschwemme, die erhebliche Kosten für Unterbringung und tierärztliche Versorgung verursacht. Sehr häufig werden die Tierschützer dabei mit schrecklichem Elend konfrontiert, wie z.B. chronischem Katzenschnupfen, schweren Augenerkrankungen bis zur vollständigen Erblindung oder durch Würmer und andere Parasiten verursachte Krankheiten. Ohne tierärztliche Behandlung droht diesen Katzen ein langsamer, qualvoller Tod.
Zwischen Hauskatzen mit Freigang und unkastrierten wild lebenden Tieren kommt es oft zu Revierkämpfen, die mit schlimmen Verletzungen enden. Nicht selten kommen auf die Katzenhalter dann hohe Tierarztkosten zu. Kastrierte Katzen zeigen ein weitaus geringer ausgeprägtes Revierverhalten und legen in der Regel auch keine so weiten Wege zurück.
Man sieht, es reicht nicht aus, an Verantwortung und Rücksichtnahme zu appellieren; nur eine bundesweite Kastrationspflicht wird langfristig Erleichterung bringen.

Am Samstag, 12.08., vormittags geben der Tierschutzverein Bad Reichenhall und Umgebung e.V., der Tierschutzverein Freilassing e.V., der Tierschutz Ring Traunstein e.V., die Bayerische Tierschutzjugend sowie die Vereine Tierisch Aktiv Chiemgau und Katzenhilfe Salzachtal e.V. an Infoständen in den Innenstädten von Bad Reichenhall, Freilassing, Traunstein und Laufen nähere Informationen zum Thema. Der Tierschutzverein Bad Reichenhall informiert bei dieser Gelegenheit auch über seine aktuelle Kastrationsaktion. Kastrationsgutscheine an Katzenhalter in Bad Reichenhall, Piding, Anger, Bayerisch Gmain und Schneizlreuth werden derzeit kostenlos im Tierheim Bad Reichenhall ausgegeben.

Sie finden unsere Infostände an folgenden Orten:
Tierschutzverein Bad Reichenhall: Samstag, 12.08., ab 10 Uhr in Bad Reichenhall vor der Ägidikirche
Tierheim Freilassing: Samstag, 12.08., von 9 Uhr bis 12 Uhr in Freilassing, in der Fußgängerzone
Tierschutz Ring Traunstein, Tierisch Aktiv Chiemgau, Bayerische Tierschutzjugend: Samstag, 12.08., von 9 Uhr bis 12 Uhr in Traunstein am Maxplatz
Katzenhilfe Salzachtal: Samstag, 12.08. von 9 Uhr bis 12 Uhr in Laufen am oberen Stadttor

Welpen aus Rumänien erstversorgt

Diese niedlichen Welpen wurden vorgestern Nacht am Grenzübergang Walserberg beschlagnahmt. Sie kamen aus Rumänien. Wir haben sie an der Grenze abgeholt, erstversorgt und uns darum gekümmert, dass sie gestern zum Tierarzt und in Quarantäne gebracht wurden. Beide haben einen ziemlich übel riechenden Durchfall. Wir hoffen, dass sie es schaffen – alles Gute, ihr Süßen!

Möchten Sie unser Engagement bei der Erstversorgung beschlagnahmter Welpen unterstützen?

Invasive Arten in Deutschland offiziell zum Töten freigegeben

Nach dem Deutschen Bundestag hat am 31. März 2017 auch der Bundesrat die Vorlage zur Änderung des Naturschutzgesetzes sowie des Jagdgesetzes durchgewunken und damit die EU-Verordnung 1143/2014 in Deutschland offiziell umgesetzt. Bei der Verordnung handelt es sich um ein Management-Konzept aus Brüssel, das die Ausbreitung invasiver Tier- und Pflanzenarten eindämmen soll.

Während der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. das Vorhaben, invasive Arten besser kontrollieren zu wollen, grundsätzlich begrüßt, lehnt er die nun eingeführten Managementmaßnahmen vehement ab. Diese schließen neben Import- und Haltungsverboten nämlich auch tödliche Maßnahmen ausdrücklich mit ein. Zudem dürfen die gelisteten Arten künftig auch in Zoos, Tierheimen und Auffangstationen nicht mehr gehalten werden. Bestehende Bestände müssen innerhalb von 24 Monaten abvermittelt oder eingeschläfert werden.

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. wird dieser Aufforderung ausdrücklich nicht nachkommen, da das  grundlose Töten von Tieren einen Verstoß gegen § 1 Tierschutzgesetz (vernünftiger Grund) darstellt und zudem den Vereinssatzungen unseres Dachverbandes und der Tierschutzvereine widerspricht. Sollten Tötungsanordnungen erlassen werden, wird der Landesverband sich diesen widersetzen und sich den Rechtsweg vorbehalten.

Der Tierschutzverein Bad Reichenhall u.U. e.V. schließt sich der Stellungnahme des DTSchB, LV Bayern e, V. an.

Hintergrundinformationen: