Archiv der Kategorie: Tierschutzjugend

„Adleraugen“ im Klausbachtal

Am Samstag, den 4. Mai 2019 durften die „Adleraugen“ eine Adlerführung im Klausbachtal erleben. Die Kindergruppe wurde wegen des starken Regens im Klausbachhaus von 3 Studentinnen, welche für das Steinadler-Monitoring zuständig sind, begrüßt.

Zuerst erwartete die Kinder ein Quiz und ein Suchspiel im ganzen Haus, dabei wurde Ihnen Einiges anhand von Schautafeln erklärt. Danach durften sie anhand von jeweils 3 Schaubildern beispielsweise raten, wieviel Murmeltiere ein jung geschlüpfter Adler verspeist bis er 3 Monate alt ist, auf welche Tiere es der Adler generell als Jagdopfer abgesehen hat, wo die Adler ihren Horst bauen und vieles andere. Zwischendurch organisierten die Praktikantinnen ein „Adler-Fangspiel“, bei dem die Kinder viel Spaß hatten und sich an dem kühlen Tag richtig aufwärmen konnten.

Später ging es – nach Beruhigung des Wetters – mit einem Teil der Kinder taleinwärts zum Adlerbeobachtungsplatz. Dort begrüßte sie ein riesiger, aus Holz geschnitzter Adlerkopf. Hier konnten sich die Kinder an den Baumstamm-Wellnessliegen in Beobachtungsposition begeben und Richtung Ramsauer Dolomiten, zum Adlerhorst mit dem Fernglas blicken.

Zurück ging es dann am Klausbach, wo sie auch noch einiges Spannende in der Natur entdeckten.

Tierschutzjugend: Programm 2019 online

Liebe Mitglieder unserer Kindergruppe „Adleraugen“, liebe interessierten jungen Natur- und Tierschützer: Ab sofort ist das neue Programm online, zu finden unter http://www.tierschutzverein-bad-reichenhall.org/tierschutzjugend/

Los geht es schon am kommenden Samstag, den 8. April, ab 10 Uhr, wo ihr unser Tierheim-Team tatkräftig bei der Arbeit unterstützen könnt. Wer zwischen 8 und 12 Jahre alt ist und gerne mit dabei sein möchte, meldet sich am besten direkt bei Uschi Moser, Tel. 08651/78512.

Pit, der Storch, und die „Adleraugen“

Eine extra für die Kindergruppe geschriebene Geschichte über den jungen Weißstorch „Pit“ und seine Abenteuer auf der langen, anstrengenden Reise in den Süden war die Grundlage für eine Landart-Aktion der „Adleraugen“.

Am Kiesstrand der Saalach im Bereich der Luitpoldbrücke trafen sich die Kinder mit ihren Betreuerinnen und hörten zunächst die aufregenden Erlebnisse und Beobachtungen von Pit entspannt auf einer Decke.

In einem Gemeinschaftsprojekt gestalteten die Kinder im Anschluss ein buntes Bild von Pit aus den vorhandenen Naturmaterialien sowie die kleine Ausführung einer Lehmhütte, die in der Geschichte vorkam.

„Adleraugen“ beim Kinderfest im Freilichtmuseum

Am Sonntag, den 9. September 2018 hatte das Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain wieder auf sein weitläufiges Gelände zum Großen Kinderfest eingeladen.

Eine der über 40 Spiel-, Bastel- und Erlebnisstationen, die für Spaß und Freude bei Groß und vor allem bei Klein am Kinderfest sorgten, war der Bastelstand der Kindergruppe „Adleraugen“ aus Bad Reichenhall.

Mit einer großen Auswahl verschiedener Naturmaterialien konnten sich die Kinder am Bastelstand kreativ austoben und Bilder, Collagen oder kleine Kranzl basteln. Dabei entstand eine beachtenswerte Vielfalt herbstlicher Kinder-Kunstwerke aus Rinde, Moos, Zapfen, leuchtend roten Hagebutten, Blüten und vielen weiteren Schätzen aus der Natur.

Etwa 4200 Besucher, darunter etwa ein Drittel Kinder, strömten an diesem Tag bei herrlichem Spätsommer-Wetter in das Freilichtmuseum. Auch der „Adleraugen“-Bastelstand war ausgesprochen gut und durchgehend besucht.

Doch nicht nur bei den Kindern kam das Angebot der „Adleraugen“ gut an: Zahlreiche Eltern und Großeltern griffen selbst zur Heißklebepistole und zeigten sich begeistert, mit welch simplen Geschenken aus der Natur eine solche Vielfalt an jahreszeitlicher Deko gebastelt werden kann, und holten sich außerdem Anregungen, um künftig gemeinsam mit den Kindern daheim mit Naturmaterial zu basteln.

Als sich schon zu Nachmittag wegen der großen Nachfrage das Angebot an Bastelmaterial am Tisch deutlich geleert zeigte, konnte vom Gelände des Freilichtmuseums dankenswerter Weise für Nachschub gesorgt werden.

Bis zum Veranstaltungsende war der Adleraugen-Bastelstand gut besucht.

Fotos: Goldmann/Moser

Fleißige „Adleraugen“ beim Springkrautrupfen

Fast schon als „Adleraugen-Tradition“ kann das gemeinsame Springkraut-Rupfen der Kindergruppe „Adleraugen“ angesehen werden. So trafen sich auch in diesem Jahr am dritten Samstag im Juli zwölf hochmotivierte Kinder mit ihrer Gruppenleiterin Uschi Moser, um gemeinsam mit Monika Wölfel vom Bund Naturschutz wieder einen erfolgreichen Arbeitseinsatz für die Biodiversität zu leisten.

Das Indische Springkraut oder auch Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) stammt aus der Himalaya-Region und gilt bei uns als invasiver Neophyt. Das heißt, diese Pflanzenart breitet sich durch ihre Vermehrungs- und Wuchseigenschaften so stark und schnell aus, dass heimische Pflanzenarten an Stellen mit Springkrautbewuchs schlechtere Chancen zum Aufwachsen haben und durch das Springkraut nahezu komplett verdrängt werden können.

Sehr anschaulich erklärte Frau Wölfel beispielsweise, dass aus den reifen Samenkapseln einer einzelnen Pflanze tausende Samenkörner viele Meter weit „herausspringen“ können und dass aus allen Stängel-Knoten, die den Boden berühren, neue Wurzeln sprießen. So kann sich die Pflanze nach Sturm, Hochwasser oder Herausreißen neu verankern und weiter wachsen. Sie betonte aber auch, dass der Arbeitseinsatz nicht als Kampf zur Ausrottung des Springkrauts betrachtet werden sollte. „Auch wenn wir ihre Ausbreitung in vielen Gebieten stoppen möchten, kann ihr Wertschätzung entgegengebracht werden, anstatt sie zum Feind zu erklären.“, so Monika Wölfel über die Springkraut-Pflanze, deren Vorkommen sie in der Marzoller Au mit ihren Mitstreitern seit einigen Jahren erfolgreich eindämmen konnte.

Bereits bei der Ankunft bemerkten die Kinder beeindruckt, dass die dichten Bestände des Springkrauts im Umfeld des Reichenhaller Tierheimes an einen Dschungel erinnern und die mächtigen und hohen Pflanzen sie fast alle deutlich überragten.

Nachdem alle mit Handschuhen ausgerüstet waren, hieß es anpacken und ausgewählte Flecken vom Springkraut befreien. Schon bald entstanden die ersten großen Haufen ausgerupfter Springkräuter. „Hautnah“, aber sehr tapfer konnten einige Kinder feststellen, dass im Springkrautdschungel noch immer einzelne Brennnesseln und Disteln wuchsen, die nach dem Entfernen des Springkraut nun wieder zu kräftigen Pflanzen heranwachsen und für zahlreiche Tierarten von Nutzen sein können. So weist der Stieglitz, der häufig auch als Distelfink bezeichnet wird, schon mit seinem Namen auf eine seiner bevorzugten Nahrungsquellen hin und viele Kinder wussten, dass ganz besonders die Raupen des Tagpfauenauges Brennnesseln lieben.

Zum Abschluss ihres fleißigen Arbeitseinsatz durften die Kinder noch ein köstliches, von Monika Wölfel selbst hergestelltes Gelee aus Springkrautblüten und Neophyten-Kräuterlimo vom Japanischen Staudenknöterich probieren.

„Adleraugen“ lernen Essen aus der Natur erkennen

Am Wegesrand essbare und heilkräftige Kräuter zu erkennen, das lernten die Kinder der Gruppe „Adleraugen“, ein Zusammenschluss der Naturschutzjugend im Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Tierschutzjugend Bad Reichenhall bei einem Spaziergang von Reichenhall nach Bayerisch Gmain. Im geschützten Bereich eines Gartens konnten sie später Kräuter sammeln und auf verschiedene Zubereitungsarten probieren.

Die Kinder trafen sich am Rathausplatz und wurden von den Gruppenleiterinnen Barbara Rasp und Uschi Moser herzlich begrüßt. Der Weg führte die Gruppe über den unteren Lindenplatz, wo sie die Blütenstände der namengebenden Linden bereits als ein erstes Heilmittel bei grippalen Infekten kennenlernten. Kurz darauf konnte Uschi Moser die Kinder auf einen sehr wichtigen Unterschied hinweisen: Die giftige Eibe mit ihren dunkelgrünen, flachen Nadeln und den roten Früchten im Gegensatz zur Fichte, aus deren jungen, spitzen Nadeln ein sehr wirksamer Fichtensirup bei Bronchitis hergestellt werden kann. Die Mitglieder der Gruppe staunten, als ihnen auffiel, dass sie eigentlich ständig unbewusst an genießbaren und durchaus gesunden Pflanzen wie dem Giersch, Löwenzahn, Holunder, Wegerich, oder den Heckenrosen mit ihren späteren Hagebutten und Brombeeren vorbei gingen. Auch am Rand der Wiese gab es Heilkräuter zu entdecken wie die Schafgarbe, die als Tee gerne bei Entzündungen im Körper eingesetzt wird, Gundermann, Labkraut, Wiesenkerbel als Gewürzkraut und dem Wiesen-Bärenklau, der allerdings nicht mit der Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, verwechselt werden darf – er verursacht bei Berührung Hautreizungen! Dessen Blätter sind nicht behaart und die Pflanze riecht unangenehm.

Langsam wurde die Truppe müde, hungrig und durstig durch die Wärme des Tages, und so waren alle froh, als sie zum Garten der Gruppenleiterin kamen und sich mit einer am Abend vorher angesetzten, kühlen Limo aus Apfelsaft und verschiedenen Kräutern erfrischen konnten. Danach ging es ans Wiedererkennen, Sammeln und schneiden von Kräutern, um aus den verschiedenen, teilweise gerade kennengelernten „Unkräutern“ der Wiese einen leckeren Kräuterquark herzustellen. Während der Verkostung von Limo, Kräuterquark mit Brot und Spitzwegerichtee hatten die Kinder Gelegenheit, ihre Selbstbeherrschung den Wespen gegenüber zu testen. Wie Jochen Goldmann im Mai erklärt hatte, macht wildes Um-sich-Schlagen die Insekten nur aggressiv und deshalb saßen die „Adleraugen“ – vielleicht nicht ganz freiwillig – ruhig und hörten Uschi Moser bei den Ausführungen zum Vogel des Jahres, dem „Star“ zu.

Im Anschluss liefen die kleinen Naturliebhaber frisch gestärkt in flottem Tempo zu den wartenden Eltern am Rathausplatz zurück und verabredeten sich zum gemeinsamen Springkrautrupfen am 21.Juli beim Tierheim.