Archiv der Kategorie: Adleraugen

Kindergruppe lernt Almwirtschaft kennen

Eine spannende Wanderung zur Bichleralm unter Führung von Elisabeth Brandstetter von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land stand am 9. Juni für die „Adleraugen“ auf dem Programm. Dort angekommen, lernten sie auch Bereiche der Almwirtschaft kennen.

Die Kindergruppe traf sich in Weißbach und wanderte entlang des Schwarzachenbaches an kleinen Wasserfällen vorbei durch die wildromantische Klamm. Die Reste einer riesigen Altschneelawine gegenüber des Klammweges beeindruckte die Kinder sehr. Das Wasser hatte mehrere Höhlen herausgewaschen und war für alle hochinteressant. Frau Brandstetter als Geologin erklärte den jungen Naturforschern viel Wissenswertes dazu.

Weiter ging es an den Wassergumpen entlang hinauf bis zur Bäckinger Klause, und nach einer Pause am Wasser weiter aufwärts an der Harbacheralm vorbei zur Bichleralm.

In der Almhütte wurde es spannend: Die jungen Naturschützer erlebten, wie eine Alm bewirtschaftet wird. Frau Brandstetter führte die Milchzentrifuge vor und die Kinder konnten beobachten, wie aus Milch Sahne und Butter entsteht. Nun bekam jedes Kind ein geschlossenes Gläschen, gefüllt mit Sahne.  Die Kinder durften es 5 Minuten schütteln und erlebten dabei, wie sich mit der Zeit daraus eine Butterkugel formte. Dieser Erfolg begeisterte die Kinder. Danach wurde ihnen vorgeführt, wie aus Milch und Lab Frischkäse hergestellt wird.

Bei der anschließenden Almbrotzeit vor der Hütte durften die Kinder den selbstgemachten Frischkäse der Almbauern vom Vortag genießen. Gestärkt stellten sie sich mit großem Spaß einer besonderen Herausforderung: an einem Melkmodell konnten die Kinder probieren, wie das Melken einer Kuh funktioniert.

Danach war es Zeit zum Aufbruch. Sogar auf dem Rückweg entdeckten die aufmerksamen „Adleraugen“ noch interessante Kleinigkeiten am Wegesrand.

Zum Abschluss bedankten sich die Kinder, die mit großer Freude und Ausdauer dabei waren, sowie die Leiterinnen der Kindergruppe herzlich bei Frau Brandstetter für den erlebnisreichen und gelungenen Tag.

Von Hornissen und anderen Ungeheuern

Die Kindergruppe „Adleraugen“ erhielt bei ihrem letzten Treffen am 5. Mai im Tierheim Bad Reichenhall Besuch von Jochen Goldmann, einem besonderen Kenner der Insektenwelt und seit Jahren Mitglied im Vorstand der LBV Kreisgruppe Berchtesgadener Land.

Auf großes Interesse stieß sein abwechslungsreicher Vortrag, in den er das Wissen der Kinder immer wieder einband. Da im Moment die Hornissen-Königinnen auf der Suche nach neuen Nistplätzen sind, brachte Herr Goldmann zum Veranschaulichen ein altes Hornissennest mit und die Kinder bewunderten das feine, sehr leichte Kunstwerk. Mit vielen Informationen versuchte der Referent den Kindern die Angst vor dieser Insektenart zu nehmen.

In diesem Zusammenhang kam die Sprache auch auf den großen zahlenmäßigen Verlust bei allen Insekten im Laufe der letzten 15 Jahre. Bis zu 80 Prozent aller fliegenden Insekten in Deutschland sind in diesem Zeitraum verschwunden. „Insektenvertilgungsmittel töten nicht nur Schädlinge, die Blätter, Wurzeln und die Ernte fressen, sondern auch andere Arten, die für die Bestäubung und die Schädlingsbekämpfung sehr wichtig sind“ erklärte Goldmann.

Am Beispiel einer guten Brotzeit wurde deutlich gemacht, was wir ohne die Insekten noch auf den Tisch hätten – eine trockene Semmel und ein Glas Wasser!

Eine tote Hummel wurde von den Kindern in der Becherlupe betrachtet und sie staunten, dass zur Gattung der Wildbienen – zu denen auch die Hummel gehört – über 500 verschiedene Arten gehören.

Interessiert sahen sich die Kinder Fotos verschiedener Insekten auf dem mitgebrachten Laptop an und lernten am Beispiel der Tigerspinne die Unterschiede zwischen Spinnen und Insekten kennen.

Es folgten Hinweise zur Sicherheit der Kinder. Der Zeckenschutz, die ruhige und nicht hektische Verscheuchung von z.B. Wespen und die besondere Achtsamkeit beim Trinken von süßen Getränken im Freien wurden eindringlich angesprochen.

Zum Abschluss sammelten Herr Goldmann und die Kinder zusammen Möglichkeiten, wie den Insekten im eigenen Garten geholfen werden könnte. Viele Vorschläge wurden gefunden: Insektenhotels aufhängen, auf Gift verzichten, blühende Pflanzen aussäen, Rasen nicht so oft mähen und eine Ecke im Garten lassen, wo alles wachsen kann, was will.

Nach diesem interessanten Vormittag bedankten sich die Kinder, die voller Begeisterung dabei waren, und die Leiterinnen der Kindergruppe herzlich bei Herrn Goldmann für seine kompetente und kurzweilige Vermittlung von Wissen über die faszinierende Welt der Insekten. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine sehr gute Broschüre des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt über „Tiere und Pflanzen unserer Heimat“.

Ausflug der Tierschutzjugend ins Haarmoos

Nach der Winterpause besuchten die „Adleraugen“ das Haarmoos am Abtsee. Es ist das größte Wiesenbrütergebiet in Südostbayern. Im Rahmen einer Führung erlebten die Kinder die außergewöhnliche Landschaft und die seltene Vogelwelt.

Die „Adleraugen“ wurden bei Sonnenschein im Haarmoos zu morgendlicher Stunde von der Landschaftspflegerin Melanie Tatzmann herzlich begrüßt. Einleitend stellte sie den jungen Zuhörern die häufigsten Wiesenbrüter vor und wies auf die Gründe des Rückgangs sowie die Besonderheiten der Vögel wie z.B. körperliche Merkmale, Brut- und Zugverhalten hin. Nach einem Exkurs über die verschiedenen Flugformationen der Zugvögel probierten die „Adleraugen“ die V-Form zu Beginn einer Wanderung gleich praktisch aus. Am Waldrand hatte Melanie Tatzmann präparierte Nester von Wiesenbrütern versteckt, die von den Kindern – ihrem Namen gerecht werdend – auch schnell gefunden wurden.

Im weiteren Verlauf der Wanderung war das mitgeführte Spektiv von Frau Tatzmann und die Ferngläser der Kinder sehr hilfreich. Fasan, Kiebitz, großer Brachvogel, Schwarzkehlchen und andere Vögel konnten die Kinder damit begeistert erkennen.

Zum Haus Tatzmann zurückgekehrt, durften sich die kleinen Naturforscher stärken und anhand eines speziell vorbereiteten Memory-Spieles ihr Wissen erfolgreich testen. Mit dem Versprechen, ihnen noch bisher nicht gesehene Vögel zeigen zu können, mobilisierte Melanie Tatzmann neue Kräfte und lockte die Gruppe in einen anderen Teil der Streuwiesenlandschaft. Hier zeigten sich tatsächlich die Feldlerche, der Wiesenpieper und – sogar zur Überraschung der Führerin – gleich mehrere Braunkehlchen, die erst in den letzten Tagen von ihrem Flug aus Afrika zurückgekehrt sein konnten.

Große Begeisterung kam auf, als ein Mitglied der „Adleraugen“ ein echtes Nest fand. Durch einen Sturm war es von einer Birke auf den Boden gefallen. Auf Bitte der Kinder nahm es Uschi Moser mit, um herauszufinden, von welchem Vogel dieses Kunstwerk hergestellt worden war.

Das nächste Treffen findet am 05.05.2018, um 10 Uhr im Tierheim zum Thema „Hornissen und andere ‚Ungeheuer’“ statt.

 

 

Saisonstart bei den Adleraugen

Das Frühjahr kommt (auch wenn es gerade nicht so aussieht) und unsere Tierschutzjugend, die „Adleraugen“, will wieder in die Natur starten!

Es gibt eine erfreuliche Neuerung: Die Gruppenleiterin Uschi Moser hat Verstärkung bekommen! Simone Schwaiger, Monika Otto und Barbara Rasp werden (teilweise wechselnd) ihre Fähigkeiten einbringen, damit sich die Kinder wohl fühlen, mit Spaß die Natur erfahren und in jeder Beziehung gut versorgt sind.

Das endgültige Programm wird in den nächsten Tagen finalisiert, nur liegt der erste Termin direkt nach den Osterferien, deshalb vorab:

Am Samstag, den 14.04., um 8:15 Uhr am Tierheim

werden wir die erste Aktion starten und nach Saaldorf-Surheim ins Haarmoos am Abtsdorfer See fahren. Wir wollen versuchen, um 9 Uhr – mit etwas Glück – die dort spezifischen Vögel (Wiesenbrüter) zu sehen und spielerisch erfahren, weshalb das Haarmoos und seine Lebensformen so besonders sind. Die Landschaftspflegerin Melanie Tatzmann hat eine kindgerechte Führung vorbereitet, die aber sehr gerne auch von den Eltern/Erwachsenen miterlebt werden kann. Um ca. 13 Uhr werden wir wieder im Tierheim sein bzw. wer selber fahren möchte, kann natürlich anschließend noch eine schöne Wanderung im Haarmoos machen. Fahrgemeinschaften sind willkommen 😊.

Für diese Aktion bitte ich um eine verbindliche Anmeldung der Kinder bis spätestens zum 09.04.18 und schon möglichst Angaben, ob es die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften gibt. Zusätzliche Kosten entstehen nicht. Bitte gebt Euren Kindern – wenn vorhanden – Ferngläser mit und wie immer Essen und Trinken sowie eine wetterfeste Ausrüstung.

Ich hoffe sehr, dass ich mich mit der Uhrzeit nicht gleich unbeliebt mache …

Herzliche Grüße, entspannte Ferien und ein gesegnetes Osterfest
wünschen Euch
Uschi und das neue Team

Aus Alt mach Neu – Upcycling bei den Adleraugen

Wie kann ich Abfall einen neuen Sinn geben? Mit dem modernen Schlagwort „Upcycling“ beschäftigten sich die „Adleraugen“ in ihrer letzten Gruppenstunde vor der Winterpause. Einigen Kindern war „Upcycling“, bereits ein Begriff und es entstand ein fröhlicher Austausch von Ideen zur Herstellung von Geldbörsen, Weihnachtsdekoration und vielem anderen.

Die Kinder wollten mit dem Beginn der kalten Jahreszeit gerne auch etwas für die Natur tun und stellten selbstgemachtes Fettfutter für Vögel her. Sie schütteten verschiedene Körner und Samen in geschmolzenes Kokosfett und füllten die Mischung anschließend in alte Joghurtbecher. Nach dem Erkalten wurden die Becher abgezogen und in ausgediente Gemüsenetze verpackt, um sie so an Bäumen aufhängen zu können. Basteln macht hungrig und deshalb gab es themengerecht  Sonnenblumenkerne als Knabberimbiß für die tüchtigen Bastler.

Langsam nähert sich wieder die Zeit, in der sich die Frage nach Geschenken stellt. Die „Adleraugen“ setzten auch hier „aus Alt mach Neu“ um.  Die Mädchen fertigten eine Haarbandaufbewahrung, indem sie alte Klopapierrollen mit buntem Geschenkpapier beklebten und mit einem Aufhängeband versahen, während die Buben große PET-Flaschen zu Schirmbehältern umfunktionierten, die mit Bändern an Rückseite des Fahrersitzes im Auto aufgehängt werden können. Dazu schnitten sie den Boden der Flaschen ab und bohrten durch den Rand der Flasche Löcher für die Aufhängung, sodass der Kopf der Flasche nun zum Boden des Behälters wurde. Die farbliche Gestaltung konnten die Kinder zu Hause übernehmen.

Uschi Moser bedankte sich bei den Kindern für ihre fleißige Teilnahme an den Gruppenstunden wünschte ihnen eine fröhliche und erfolgreiche Zeit bis zum Wiedersehen im Frühjahr.

Halloweenstimmung bei der Tierschutzjugend

Der Kürbis und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten waren bei der Kindergruppe „Adleraugen“ das Thema der letzten Gruppenstunde.

Das aus Amerika kommende Halloween hat auch bei den „Adleraugen“ die Liebe zum Kürbisschnitzen geweckt. Das Wetter spielte mit und so konnte die große Gruppe auf der Terrasse des Tierheims mit heller Begeisterung und Unterstützung einiger Mütter die erschreckendsten Kürbisfratzen schnitzen. Nebenbei erfuhren sie ein Rezept, wie sich aus Kürbiskernen eine feine Knabberei herstellen lässt. Über das ausgeschnittene Material der Augen und Münder freute sich die Batagame des Tierheims. Das schnellste Mitglied der Gruppe stellte mit Hingebung noch einen zusätzliche Halloweenkürbis für das Tierheim her, der sofort seinen Platz an der Eingangstreppe fand.

Uschi Moser, die Leiterin der „Adleraugen“, ließ die Kinder mitgebrachte Kürbismarmelade probieren. Sie wurde von der Mehrheit für lecker befunden, und so wurde ein Hokkaido-Kürbis mit viel Kraft klein geschnitten und gekocht. Püriert, mit Gewürzen verfeinert und Einmachzucker versehen, hatten die Kinder nach einer halben Stunde eine schmackhafte Beilage für ihr nächstes Frühstück hergestellt. Auch hiervon bekam das Tierheim eine Kostprobe.

Nach so viel Konzentration tobten sich alle bei einer entschärften Form von Kürbis-Rugby auf dem nahegelegenen Fußballplatz aus.

Das letzte Treffen vor der Winterpause findet am 11.11. zum Thema „Was ist Upcycling“? statt.